IT-Mitarbeiter einstellen oder Managed IT? Eine ehrliche Rechnung

Ab welcher Unternehmensgröße lohnt eine eigene IT-Stelle, und wann ist Managed IT die sinnvollere Wahl? Eine nüchterne Kostenbetrachtung für Entscheider.

pad systems 11. April 2026 3 min Lesezeit
HOG am Schreibtisch

Eine ehrliche Rechnung

Die IT hat sich über die Jahre mitentwickelt. Irgendwer hat sich immer gekümmert: der Geschäftsführer selbst, der “IT-affine” Kollege aus der Buchhaltung, ein gelegentlich beauftragter Dienstleister. Irgendwann reicht das nicht mehr. Der nächste Gedanke ist naheliegend: Wir brauchen jemanden Eigenes.

Bevor diese Entscheidung fällt, lohnt sich eine nüchterne Rechnung.

Was eine IT-Stelle wirklich kostet

Ein IT-Mitarbeiter mit solider Qualifikation kostet in Deutschland und Österreich zwischen 45.000 und 65.000 Euro Bruttogehalt pro Jahr, je nach Region, Erfahrung und Spezialisierung. Dazu kommen:

  • Lohnnebenkosten: ca. 20–25 % auf das Bruttogehalt
  • Arbeitsplatz, Hardware, Software: 3.000–5.000 Euro einmalig, laufende Kosten danach
  • Weiterbildung: IT entwickelt sich schnell. Ohne laufende Fortbildung veraltet das Wissen.
  • Urlaub und Krankheit: 30 Tage Urlaub plus durchschnittlich 10–15 Krankheitstage pro Jahr, in denen niemand verfügbar ist
  • Kündigungsfristen und Risiko: Kündigt die Person, steht die IT unter Umständen ohne Wissensträger da

Realistisch gerechnet kostet eine IT-Stelle ein KMU 70.000–90.000 Euro pro Jahr. Und deckt dabei nur das ab, was eine Person in ihrer Arbeitszeit leisten kann.

Eine Person, kein Team

Ein einzelner IT-Mitarbeiter ist kein Team. Er kann nicht gleichzeitig Netzwerk-Spezialist, Security-Experte, Backup-Administrator und Helpdesk sein. In der Praxis entstehen Wissenslücken genau dort, wo sie am teuersten werden: bei Sicherheitsvorfällen und Datenverlusten.

Dazu kommt: Feierabend, Wochenende, Urlaub. Fällt ein Server um 18 Uhr aus, ist die Reaktionszeit von einer Person abhängig, nicht von einem System.

Was Managed IT abdeckt

Ein Managed-IT-Vertrag deckt definierte Leistungen ab: Patch-Management, Remote-Zugriff und Entstörung, Backup, Security-Monitoring. Rund um die Uhr, mit definierten Reaktionszeiten, ohne Ausfälle durch Urlaub oder Krankheit.

Für ein Unternehmen mit 10 Arbeitsplätzen bedeutet das konkret: alle Geräte werden automatisch gepatcht, Probleme werden remote behoben bevor sie eskalieren, Backups laufen täglich und werden überwacht.

Die Kosten liegen je nach Paket zwischen 8 und 28 Euro pro Gerät und Monat. Bei 10 Geräten im Gold-Paket sind das 280 Euro monatlich, also 3.360 Euro im Jahr. Kein Gehalt, keine Lohnnebenkosten, keine Abhängigkeit von einer einzelnen Person.

Wann eine eigene Stelle trotzdem sinnvoll ist

Managed IT ist kein Allheilmittel. Drei Konstellationen sprechen für eine eigene Stelle:

  • Ab ca. 50 Mitarbeitern mit komplexer, individueller IT-Landschaft
  • Spezialisierter Eigenbetrieb von Software oder Infrastruktur, der tiefes internes Wissen erfordert
  • Regulatorische Anforderungen, die einen internen Verantwortlichen verlangen (z. B. Datenschutzbeauftragter in Personalunion)

Für die meisten KMU unter 50 Mitarbeitern ist eine Vollzeit-IT-Stelle, ehrlich betrachtet, überdimensioniert und teurer als die Alternative. Bei größeren Firmen ist es durchaus sinnvoll, die internen IT-Kräfte zur Entlastung durch externe Dienstleister zu verstärken.

Fazit

Die Frage ist nicht “IT-Mitarbeiter oder Dienstleister”. Sondern: Was brauche ich wirklich, und was kostet es mich wirklich?

Für KMU bis rund 50 Mitarbeiter ist Managed IT in den meisten Fällen die günstigere, zuverlässigere und skalierbarere Lösung. Unsere Managed-IT-Pakete starten ab 8 €/PC/Monat, mit klar definierten Leistungen, ohne Überraschungen.

Wenn Sie unsicher sind, welches Modell zu Ihrem Unternehmen passt: Wir rechnen das gerne gemeinsam durch.

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