Acronis Cyber Protect: Backup und Schutz aus einer Hand

Was Acronis Cyber Protect leistet — Backup, EDR, Verhaltensanalyse, Schwachstellen, DLP, MDR und Patch-Management. Überblick für KMU.

pad systems 11. April 2026 4 min Lesezeit
Backup und Schutz

Was Acronis Cyber Protect ist

Acronis Cyber Protect ist eine Plattform, die Backup und Endpoint-Sicherheit unter einer Oberfläche zusammenführt. Ein Agent pro Gerät, eine Konsole für Backup, Malware-Schutz, EDR, Patch-Management und einige Disziplinen, die anderswo eigene Werkzeuge bedeuten.

Der Anlass für diese Bauweise ist banal. Klassisches Backup schützt vor Festplattenausfall und versehentlichem Löschen. Es schützt nicht vor Ransomware, die in dem Moment Dateien verschlüsselt, in dem das nächste Backup-Fenster noch zwei Stunden entfernt ist. Klassische Antivirus-Software arbeitet signaturbasiert und sieht neue Varianten nicht. Acronis kombiniert beide Seiten und ergänzt sie um Funktionen, die wir unten im Detail durchgehen.

Das Dashboard

Die Konsole gibt Auskunft über den Zustand aller verwalteten Geräte: letzter Backup-Lauf, Status des aktiven Schutzes, offene Schwachstellen, ausstehende Patches.

Acronis Dashboard

Farbkodierte Statusindikatoren machen Handlungsbedarf sichtbar. Ein Gerät ohne aktuelles Backup oder mit deaktiviertem Schutz fällt sofort auf.

Backup

Acronis sichert Workstations, Server, virtuelle Maschinen und Microsoft 365 nach einem definierten Zeitplan, automatisch im Hintergrund.

Was gesichert werden kann:

  • Windows- und Linux-Systeme (vollständiges System-Image oder einzelne Dateien)
  • Virtuelle Maschinen (VMware, Hyper-V, Proxmox)
  • Microsoft 365 (Postfächer, SharePoint, Teams)

Wohin die Backups gehen:

  • Lokal: NAS, externe Festplatte, Netzlaufwerk
  • Acronis Cloud: georedundant, verschlüsselt
  • Eigener S3-kompatibler Speicher

Die Wiederherstellung ist flexibel. Ein einzelnes gelöschtes Dokument lässt sich genauso zurückholen wie ein komplettes Betriebssystem auf neuer Hardware. Restore-Zeitpunkt ist jeder beliebige Sicherungspunkt.

Anti-Ransomware und Verhaltensanalyse

Der Agent überwacht das Gerät kontinuierlich. Erkennt Acronis Prozesse, die in kurzer Zeit viele Dateien verändern, oder unbekannte Programme, die auf Systemdaten zugreifen, wird der Vorgang gestoppt. Dateien, die in den Sekunden vor dem Stopp verändert wurden, holt Acronis aus einem lokalen Cache zurück.

Der Unterschied zu klassischer Antivirus-Software liegt in der Methode. Signaturen erkennen Bekanntes. Die Verhaltensanalyse von Acronis bewertet, was ein Prozess tut, und schlägt auch bei Varianten an, die noch in keiner Signaturdatenbank stehen.

EDR

Endpoint Detection and Response heißt: Acronis sammelt forensische Daten auf den geschützten Geräten und stellt sie in der Konsole bereit. Sichtbar werden Prozessbäume, Netzwerkverbindungen, geladene Module und Änderungen am Dateisystem. Bei einem Vorfall lässt sich nachvollziehen, was passiert ist, und am Endgerät reagieren: Prozess beenden, Datei isolieren, Gerät vom Netz nehmen.

Schwachstellenanalyse auf Endpoints

Acronis scannt die geschützten Systeme auf bekannte Schwachstellen in Betriebssystem und installierter Software. Die Ergebnisse sind nach CVE-Kennung und Schweregrad priorisiert und gehen direkt in das Patch-Management der Konsole über.

Data Loss Prevention

DLP überwacht ausgehende Datenflüsse: E-Mail, Web-Uploads, Wechseldatenträger, Cloud-Dienste. Regeln lassen sich auf Inhalts- und Kontextebene definieren — etwa ein Verbot, Personalakten an externe Adressen zu mailen, oder eine Warnung, wenn Konstruktionsdaten auf einen USB-Stick wandern. DLP ist eine eigene Lizenzstufe und nicht in jedem Acronis-Paket enthalten.

MDR

Managed Detection and Response ist ein optionaler Service. Das Acronis-SOC beobachtet die Telemetrie der geschützten Geräte rund um die Uhr, bewertet Auffälligkeiten und löst bei Bedarf Reaktionen aus. Für KMU ohne eigenes Security-Team ist MDR oft die einzige praktikable Möglichkeit, 24/7-Beobachtung abzubilden.

Patch-Management

Acronis verteilt Updates für das Betriebssystem und für ein breites Spektrum an Drittanbieter-Software, vor allem auf der Windows-Seite. Browser, PDF-Reader, Office-Komponenten und ähnliche Standard-Software werden zentral erfasst, der Rollout läuft gezielt oder automatisch aus der Konsole.

Auf der Linux-Seite ergänzen wir typischerweise Enginsight oder Uyuni. Die Arbeitsteilung ist klar: Windows über Acronis, Linux über das Linux-Werkzeug.

Security-Awareness und Phishing-Kampagnen

Über Integrationen bringt Acronis Awareness-Schulungen und simulierte Phishing-Kampagnen in dieselbe Plattform. Mitarbeitende durchlaufen kurze Lerneinheiten, Phishing-Tests messen das tatsächliche Klick-Risiko, die Ergebnisse landen im selben Reporting wie der technische Schutz. Diese Funktion war lange ein eigenes Produkt.

Remote Desktop

Aus der Konsole lässt sich auf jedes verwaltete Gerät zugreifen. Für Support, Wartung oder Konfiguration. Kein zusätzliches VPN, kein separates Fernwartungstool. Der Zugriff ist verschlüsselt und protokolliert.

Fazit

Acronis Cyber Protect deckt einen Bereich ab, der bei klassischer Aufstellung mehrere Produkte und Verträge bedeutet: Backup, Anti-Ransomware, EDR, Verhaltensanalyse, Schwachstellen, DLP, Patch-Management, optional MDR und Awareness-Trainings. Ein Agent, eine Konsole.

Wir betreiben und überwachen Acronis Cyber Protect für unsere Kunden. Von der Einrichtung über die laufende Überwachung bis zur Wiederherstellung im Ernstfall. Zusammen mit NinjaOne ist es eines der Backendsysteme für unsere Managed-IT-Pakete.

Acronis Cyber Protect oder NinjaOne sind in allen unseren Managed-IT Paketen ab Silber enthalten — ab 18 € bzw. 28 €/PC/Monat. Sprechen Sie uns an, wir richten Ihnen jederzeit einen Testaccount ein.

Wer tiefer einsteigen will: Auf unserer Angebotsseite zu Acronis Cyber Protect finden Sie die Editionen, den Einführungsablauf und den NIS2-Kontext im Detail.

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